Telephoninterview mit Abdullah Hijazi

In einem vorigen Artikel hatte ich die deutsche Presse kritisiert, die – im Gegensatz zu vielen ausländischen Zeitungen – über die Lage in Palästina nur mangelhaft bis ungenügend berichtet. Der folgende Text ist ein Versuch, eine Aussage von der Seite der Palästinensischen Regierung zu bekommen. Handwerklich grob, es lief kein Tonband mit, ich schrieb Stichworte … Weiterlesen

Presse und Palästina

“Qualitätsjournalismus”, der von “Social Media” und ‘Blogs “gefährdet” wird, pfeift jeder Spatz vom Latrinendach. Aber halten die deutschen Journalisten und Redakteure wirklich, was sie versprechen? Während es ohne Zweifel reichlich merkwürdige Ansichten in einigen Politik-’Blogs gibt, haben es deutsche “Qualitätsjournalisten” bis heute nicht geschafft, über den palästinensischen Anerkennungsvorstoß vor der UNO in nicht einem Monat zu berichten – im Gegensatz zu Zeitungen aus Israel, den USA, Frankreich, Großbritannien oder der arabischen Welt. Selektives Gehör bei den Meinungsdackeln?

Politische Tektonik

Es gab eine Zeit, da war der “Politische Kompass” noch in Ordnung – zumindest, wenn man gute politische Scheuklappen hatte.

Links war links, rechts war rechts, Mitte war Mitte.

Liberale waren Liberal – nationalliberal, wirtschaftsliberal, sozialliberal – und nicht rein wirtschafts-libertinär.

Sozialdemokraten waren links, “Grüne” waren noch weiter links, basisdemokratische und ökologisch, Christdemokraten waren der christlichen Sozialethik und Ehrhards Sozialer Marktwirtschaft verpflichtet und ansonsten rheinisch-katholisch-konservativ.

“Rechte” waren von vornherein erstmal verdächtig – nichts sollte sich rechts von der Union ansiedeln dürfen, und die Presse leistete hier aus unterschiedlichsten Gründen Schützenhilfe -, und ansonsten Nationalistisch, Xenophob, antieuropäisch, Sexistisch und Antisemitisch.

Echte Männer waren noch echte Männer, denen man gerade noch zutrauen konnte, alle 4 Jahre einmal wählen zu gehen; echte Frauen waren noch echte Frauen, die zwischen Tisch und Bett oszillierten; echte Kinder waren noch echte Kinder, die von echten Frauen erzogen wurden.

Ja, es war eine schöne Zeit – wie gesagt, mit obligatorischen Scheuklappen betrachtet; und spätestens seit den 80er Jahren glichen die immer mehr den Windleitblechen von Dampflokomotiven denn Artikeln im Pferdezubehör, aber was soll’s. Nichts ist perfekt.

Heute? Wer heute seinen in den 70ern geeichten “Politischen Kompaß” nimmt, um sich zu orientieren – der wacht unter Umständen mit äußerst merkwürdigen Bettgenossen auf.

Konsequenzen

Anders Breivik hat vor seiner Tat ein ganzes Buch seiner Weltanschauung hinterlassen. Man sollte sich aber wehren, die Ursache alleine in seinem paranoiden Weltbild zu sehen; der Wahn der Wahnsinnigen hat eben keinen Sinn. Viele Biedermänner durften seit dem 11. September 2001 aber ihre Brandstiftung in großen Parteien und Massenmedien unhinterfragt verbreiten, und das Diskussionsklima ist auf einem allzeitigen Tiefpunkt angelangt. Vielleicht hätten sich Andrea Nahles und die SPD eben nicht dem Populismus beugen sollen und ein deutliches Zeichen gegen Sarrazin setzen.

Palestinian Statehood – a Chance for Israel?

US president Barack Obama proposed an independent Palestinian state in the borders of 1967 to Israel. Following that, the congress invited Israeli prime minister Netanyahu to speak before it – as one of only four foreign dignitaries to talk twice in a joint session -, and he refuted every compromise. On the other hand, Palestinian … Weiterlesen

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 247 Followern an